Nach dem bestandenen Abitur schließt sich für den Beruf des Apotheker ein Studium von mindestens 5 Jahren an. Im Laufe des Studiums absolviert der Apotheker 3 Staatsexamen mit verschiedenen fachlichen Schwerpunkten. Diese liegen zwischen Biologie, anorganische und organischer Chemie, Pharmakologie, Arzneimitteltechnologie, Apothekenrecht auf der einen und Praxis auf der anderen Seite.

Nur der Beruf des Apothekers ermöglicht das Leiten und Eröffnen einer Apotheke.

Der Beruf lässt sich auch ohne Abitur erlernen und stellt eine wichtige Stütze im System der öffentlichen Apotheken dar. Leider ist er, ausbildungsmäßig gesehen, ausgestorben. Zu DDR-Zeiten war dieser Berufszweig durch ein 3-jähriges Studium mit besonderem Augenmerk auf Herstellung von individuellen Rezepturen an der Ingenieursschule für Pharmazie zu erlernen. Heute sind die PIs von unschätzbarem Wert für die öffentliche Apotheke. Ihre Ausbildung wurde inzwischen als Dipl.Ing (FH) anerkannt. Ein PI arbeitet eigenverantwortlich und darf sogar den Apothekenleiter bis zu 4 Wochen/Jahr vertreten. Sie genießen auch mehr Rechte als eine PTA (Nachtdienst, Vertretungsbefugnis des Apothekenleiters).

Die/Der nach heutigen Bildungsregeln moderne Helferin/Helfer des Apothekers, ohne Abitur. Nach der 10.Klasse schliesst sich eine 3 jährige Ausbildung an, die vor allem praxisorientiert ist. Die/Der PTA darf nur in der Apotheke verkaufen/Arzneimittel abgeben, wenn ein Apotheker vor Ort ist. Das ist aber ohnehin Vorschrift für den Betrieb einer öffentlichen Apotheke.

Der Beruf der/des PKA wird z.T. in der Apotheke erlernt. Wir selbst haben auch schon 2 ausgebildet. Als Stütze im Hintergrund unterhält die PKA (früher "Apothekenhelfer/-in") die Warenwirtschaft einer Apotheke. Sie darf keine Arzneimittel abgeben oder verkaufen, weil sie vor dem Gesetz nicht als "pharmazeutisches Personal" gilt. Aber für die Warenwirtschaft ist sie unersetzlich.

Wird nicht mehr ausgebildet. Dieser Berufszweig wurde zur/zum PKA umkonzipiert.

Natürlich können sich in der Apotheke auch andere Berufsgruppen wieder finden, vor allem betriebswirtschaftliche Berufe.